Systemische Supervision


Systemische Supervision berücksichtigt das Denken und Handeln in vernetzten Bezügen. Dies bedeutet, dass das Verhalten und Erleben von Menschen nur zu verstehen ist, wenn auch der Rahmen, innerhalb dessen sich dies vollzieht, mitberücksichtigt wird (Kontext). Im Rahmen von Supervision wird deshalb vor allem darauf geachtet, in welche Rahmenbedingungen der/die Supervisand/in bzw. das Team eingebettet ist und welche Interaktionsebenen mit welchen Zielvorstellungen vorzufinden sind.

Sogenannte „Symptome“ sind im systemischen Ansatz Ausdruck dessen, dass eine notwendige Entwicklung nicht gemacht werden kann und deshalb Verhaltensweisen benutzt werden, die es erlauben, in einem System zu „überleben“. Diese „Überlebensstrategien“ sind subjektiv immer sinnhaft und stellen sogar so etwas wie die zur Zeit „beste Lösung“ dar. Wenn wir zu dem jeweiligen System mit den darin existierenden Regeln, Kommunikations- und Interaktionsmuster Zugang finden wollen, so kann es hilfreich sein, über die möglichen verborgenen Sinnhaftigkeiten von verschiedenen Perspektiven aus zu spekulieren und die professionellen Interventionen an einem Konzept der „Nützlichkeit in Bezug auf Ziele“ auszurichten.



Ziele systemischer Supervision

  • Der systemische Ansatz in der Supervision kann dem/der Supervisanden/in bzw. dem Team dienlich sein, um zu erkennen, welche Systeme am Hilfeprozess beteiligt sind, wie deren Kräfte wirken und welche „Überlebensstrategien“ und „Lösungsmechanismen“ sowohl von Klient/innen als auch von den Helfer/innen eingesetzt werden.

  • Systemische Supervision erforscht Ressourcen und Potentiale zur Entwicklung neuer Strategien unter Würdigung und Nutzbarmachung bereits eingesetzter, bewährter Erfolge.

  • Persönliches Wachstum und Lösungskompetenzen der Helfer/innen im Umgang mit schwierigen Situationen haben einen zentralen Stellenwert, wenn es darum gehen soll Klientenkontakte professionell zu organisieren, Hilfen und Begleitungen anzubieten und passende Interventionen zielorientiert zu finden